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Schwimmbad-Kosten schlagen voll durch


von Heike Schülein

 

In seiner Sitzung vom Mittwochvormittag brachte der Schulverband Teuschnitz den Haushalt 2025 unter Dach und Fach. Geprägt wird der Haushalt von hohen Schwimmbad-Kosten.

 

Vom Haushaltsansatz für das Jahr 2025 in Höhe von knapp 1,2 Mio. Euro entfallen rund 420.000 Euro auf den Verwaltungshaushalt sowie rund 750.000 Euro auf den Vermögenshaushalt. Kreditaufnahmen und Verpflichtungsermächtigungen werden in Höhe von 485.000 Euro festgesetzt. Die Schulverbandsumlage beträgt 370.200 Euro; der Höchstbetrag der Kassenkredite verbleibt bei 1 Mio. Euro. Der Haushaltsplan 2025 ist genehmigungspflichtig. 

 

Im Verwaltungshaushalt ergeben sich gegenüber dem Vorjahr Mindereinnahmen bei der Schulverbandsumlage von 25.600 Euro sowie sonstige Mindereinnahmen von 600 Euro, gesamt 26.200 Euro. Bei den Ausgaben schlägt das Schwimmbad voll durch. Die Heizungskosten steigen von 40.000 Euro auf 55.000 Euro, die Strombezugskosten von 8.000 Euro auf 25.000 Euro, die Sachverständigenkosten von 1.000 Euro auf 10.000 Euro sowie die Zinsausgaben für das VG-Konto von 1.200 Euro auf 20.000 Euro. Hinzu kommen sonstige Mehrausgaben von 12.700 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 52.900 Euro. Im Vorjahr waren dies noch 151.600 Euro. 

 

„Wir haben die Haushaltsplanung bis zum letzten Moment offengehalten, weil wir schauen wollten, wie die Abrechnung vom Schwimmbad ausfällt“, bedauerte Kämmerin Sabine Suffa, die Maßnahme in diesem Jahr nicht komplett abschließen zu können. So werden auch im kommenden Jahr noch weitere Rechnungen eintreffen. Vieles sei in den Planungen komplett neu gewesen - so insbesondere die Entwicklung der Verbräuche in Gesamtheit mit dem Schwimmbad, was sich nunmehr als sehr kostenintensiv herausgestellt habe. Da die Raumtemperatur im Schwimmbad um 2 Grad über der Wassertemperatur liegen müsse, müsse viel Wärme vorgehalten werden. Die starke Erhöhung der Sachverständigenkosten sei darauf zurückzuführen, dass das Wasser seit Wiedereröffnung des Schwimmbads über einem Zeitraum von einem halben Jahr alle 14 Tage verprobt werden müsse. Jede Probe kostet 500 Euro. Wenn man die entsprechende Wasserqualität über sechs Monate hinweg nachweisen könne, dürfe man - laut Landratsamt - auf monatlich umstellen. 

 

Weiterhin erfreulich gestalten sich die Schülerzahlen mit einem Anstieg von 84 im Vorjahr auf aktuell 94. 57 kommen aus der Stadt Teuschnitz, 17 aus der Gemeinde Reichenbach, 12 aus Tschirn, 3 aus der Gemeinde Pressig, jeweils 2 aus der Gemeinde Steinbach/Wald und der Stadt Ludwigsstadt sowie einer aus der Gemeinde Stockheim. Somit ergibt sich eine Umlage pro Schüler von 4.304,65 Euro.

 

Der höchste Posten beim Vermögenshaushalt bei den Ausgaben ist die Sanierung des Schwimmbads mit 685.000 Euro. Hinzu kommen insgesamt 17.000 Euro für den Kauf von Tablets und Koffern sowie für das Brandschutzkonzept der Schule. Insgesamt erhielt man hierfür Zuschüsse von 211.800 Euro. Für die Kredit-Tilgung wendete man 47.700 Euro auf. 

 

Der Schuldenstand erhöht sich aufgrund dieser Tilgung sowie der Darlehensaufnahme in Höhe von 485.000 Euro von 467.312,81 Euro zu Beginn dieses Jahres auf 904.698,17 Euro zum Jahresende. Die Rücklage beläuft sich zum Jahresende 2025 auf 29.413,58 Euro. 

 

Der Verwaltungshaushalt wird sich in den Folgejahren auf rund 425.000 Euro pro Jahr einpendeln. Die Schulverbandsumlage ist maßgeblich von den Veränderungen der Schülerzahlen abhängig. Der Vermögenshaushalt beinhaltet noch den Abschluss der Baumaßnahme „Sanierung Schwimmbad“. Weitere Investitionsmaßnahmen sind im Finanzplanungszeitraum nicht geplant. Der Haushaltsplan 2025 wurde ebenso genehmigt wie der Finanzplan 2024 bis 2028. Das Jahresrechnungsergebnis 2023 in Höhe von knapp 1,7 Mio. Euro setzt sich zusammen aus dem Verwaltungshaushalt von rund 340.000 Euro und dem Vermögenshaushalt von knapp 1,4 Mio. Euro; der Haushaltsansatz 2024 in Höhe von knapp 1,2 Mio. Euro aus dem Verwaltungshaushalt von knapp 450.000 Euro sowie dem Vermögenshaushalt von 700.000 Euro. 

 

„Die Anforderungen an den Betrieb eines solchen Bades sind der Wahnsinn“, verdeutlichte der Schulverbandsvorsitzende, Bürgermeister Frank Jakob (FW) aus Teuschnitz, der von einer sehr hoch liegenden Messlatte sprach, die die laufenden Unterhaltskosten gewaltig in die Höhe treibe. Dennoch sei man sehr froh über die Wiederöffnung, um somit Nichtschwimmer zum Schwimmern ausbilden zu können. Auch der sehr aktiven und leistungsfähigen DLRG am Stützpunkt Teuschnitz komme das Schwimmbad sehr zugute. Nachdem lange Zeit kein Schwimmunterricht - zunächst wegen der Pandemie sowie in Anschluss aufgrund der Schwimmbad-Sanierung - stattfinden konnte, sei der Nachholbedarf am Schwimmtraining enorm. Dies verdeutliche auch die Berichterstattung über vermehrte Unfälle in Schwimmbädern und an Freizeit-Seen. Nicht zuletzt trage natürlich ein solches Schwimmbad zur Lebensqualität der Bevölkerung sowie zur Attraktivität der Ortschaften bei; stelle er doch immer wieder fest, dass dieses auch Auswärtige anziehe. „Unser Bad ist wie ein kleiner Magnet, der Leute von außen zu uns herholt“, freute er sich. Beim Schwimmbad seien aktuell nur noch kleine Restarbeiten zu erledigen, die den Betrieb jedoch nicht beeinträchtigten. Kleineren Störungen im Bereich Technik wird sich die Fa. K & B Versorgungstechnik annehmen, die hierfür am Tag nach der Sitzung im Schwimmbad vor Ort sein werde. 

 

Aktuell läuft die Überarbeitung des Brandschutzkonzepts der Schule. Der entsprechende Bauantrag - es handelt sich dabei um eine Nutzungsänderung, weil gewisse Eingriffe notwendig werden - wurde eingereicht. Mit der Genehmigung rechne man im Frühjahr 2026, um dann in die Umsetzung zu gehen. Ab 2026 komme die verpflichtende Platzvorhaltung in der Offenen Ganztagsschule, wofür man in Abstimmung mit dem OGTS-Team einiges in die Wege leiten müsse. Hierfür soll es auch eine Förderung geben, die auch für Bestandsplätze gilt. In Sachen Ganztagsbetreuung findet am 23. Januar eine Sitzung in Weißenbrunn statt, wozu die Schulen sowie die jeweiligen Sachaufwandsträger eingeladen sind. Erfreulicherweise konnte man alle Punkte, die man in diesem Jahr auf der Agenda der Schule hatte, insbesondere die Renovierung der Treppen, abarbeiten. 

 

Dies bestätigte auch Rektor Klemens Löffler, der über Aktuelles aus dem Schulleben informierte. Da eine Kollegin Ende März 2026 in Mutterschutz gehe, habe man diesbezüglich Bedarf beim Schulamt angemeldet. Derzeit verfügt man in der Arnika- Schule über eine mobile Reserve. Dankenswerterweise wurde die Anzahl der Schulbegleitungen für zwei Schüler mit geistigen Behinderungen sowie einen Schüler mit sozial emotionalen Beeinträchtigungen auf nunmehr drei Kräfte erhöht. Stolz zeigte er sich, nach Anna Ritter im Vorjahr mit Deniz Ilten erneut den oberfränkischen Mathemeister zu stellen. Die Grundschule Wilhelmsthal wird im kommenden Jahr für sechs Wochen - drei Wochen vor und drei Wochen nach Pfingsten - das Teuschnitzer Schwimmbad nutzen. 

 

Ein großes Lob gebührte den Reinigungskräften, die seit Beginn dieses Jahres vorbildlich für die Sauberkeit in den Gebäuden des Gebiets der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz verantwortlich zeichnen.